Regionale Wertschöpfung

Die Sparkassengruppe ist bemüht, wesentliche wirtschaftliche Impulse für ihre Regionen zu setzen. Die Sparkassen schaffen und sichern Arbeitsplätze und kaufen Vorleistungen bei Zulieferern aus dem unmittelbaren Umfeld zu.  Die Erste Bank und die Sparkassen haben 2015 einen Produktionswert von 7,8 Mrd. Euro generiert. Diese Kennzahl entspricht in etwa dem Umsatz der Betriebe.

Gemeinwohlorientierung

Der Sparkassenverband und die Sparkassen bekennen sich zu einer umfassenden Gemeinwohlorientierung (Corporate Social Responsibility CSR), also einer sozialen Verantwortung gegenüber ihren Kunden und Kundinnen, ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie gegenüber der Öffentlichkeit. Diese soziale Verantwortung war bereits bei der Gründung der ersten Sparkasse vor fast 200 Jahren eine wesentliche Entstehungsidee. Sie ist damit wesentlich älter als der CSR Begriff.

Die Sparkassen werden bei der Erfüllung dieser Aufgabe von den Sparkassen-Stiftungen unterstützt. Durch die Aktienbeteiligung sind diese Stiftungen eng mit ihren jeweiligen Sparkassen verbunden, geben einen nicht unerheblichen Prozentsatz der Dividendenerträge für regionale Projekte aus und sind damit ein wichtiger Faktor für die Förderung, Unterstützung und Weiterentwicklung dieser Regionen.

Sparkassen und Sparkassen-Stiftungen stellen deshalb die Bürger und Bürgerinnen ihrer Region in den Mittelpunkt. Sie unterstützen das Gemeinwohl durch vielfältige Aktivitäten und Projekte, die den Zusammenhalt der Gesellschaft fördern. Ziel ist es, das Leben der Menschen einfacher und unkomplizierter zu gestalten. So unterstützen die Sparkassen und Sparkassenstiftungen jährlich mehr als 1000 Initiativen durch finanzielle Beiträge, das Einbringen wichtiger Ressourcen und/oder ehrenamtliche Mitarbeit.

Neben den regionalen Projekten unterstützen die Sparkassen auch einige nationale Projekte, die durch den Sparkassenverband koordiniert werden:

  • Die Kooperation und das Sponsoring mit den Sparkassen-Schülerligen Fußball und Volleyball sind das längstlaufendste Projekt. Seit 1975 entspricht es dem Grundgedanken der Sparkassengruppe, soziale, sportliche und gemeinschaftliche Aspekte zu verbinden und zu unterstützen.
  • Die Unterstützung der Arbeit der Hospizbewegung, die von Ehrenamtlichen mit großem Idealismus getragen wird, ist für die Sparkassengruppe eine Herzensangelegenheit und Verantwortung zugleich. Ehrenamtliche HospizbegleiterInnen schenken sterbenden Menschen Zeit und Zuwendung auf einer ganz persönlichen Ebene, welche die Betroffenen als entlastend und hilfreich erfahren.
  • Einen besonderen Schwerpunkt bilden Maßnahmen zur Verbesserung der Finanz- und Wirtschaftsbildung junger Menschen. Mit Workshops, Lehrmaterialien, Lernplattformen im Internet und der Kooperation mit der „Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Schule“ präsentiert sich die Sparkassengruppe als wichtiger Partner der Schulen und bekräftigen damit ihre Vorreiterrolle, bei der sie auf erste Initiativen verweisen kann, die ins 19. Jahrhundert zurückgehen.
  • Im Jahr 2010 haben die Sparkassen die Idee des Friedensnobelpreisträgers Muhammad Yunus aufgegriffen,  Armutsbekämpfung mittels Mikrokrediten durchzuführen. So sollen Arbeitslose über einen Startkredit die Chance bekommen, als Kleinunternehmer durchzustarten, wenn diese eine realistische Gründungsidee besitzen. Die Erste Bank hat im Sommer 2016 zwei Garantievereinbarungen mit dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) geschlossen, um solche Mikrokredite im Rahmen einer Initiative des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz vergeben zu können.
  • Derzeit wird vorerst mit einigen Sparkassen eine neue Kooperation mit der Organisation „Big Brothers Big Sisters“ aufgebaut, die seit über 100 Jahren junge Menschen mit erwachsenen Mentoren aus unterschiedlichen Lebenswelten (Kulturen, Nationen, Generationen) verbindet.

Kundenorientierung

Die Österreichische Sparkassengruppe bekennt sich zu einer optimalen Kundenorientierung, Lösungskompetenz und Erreichbarkeit über alle Kanäle auf persönlicher sowie digitaler Ebene. Das sind für sie keine gefälligen Schlagworte, sondern zentrale Unternehmenswerte. Die Eigenschaft, die Sparkassen am meisten kennzeichnet, sind ihre Wurzeln nahe am Kunden und ihre feste Verankerung in ihren Regionen. Entscheidungen werden vor Ort und nicht weit entfernt in einer Zentrale getroffen und die Kunden und Kundinnen sind den Mitarbeitern großteils persönlich bekannt. Dadurch sind rasche individuelle Entscheidungen möglich.

Als Beweis für dieses Bekenntnis gelten die jährlichen Verleihungen der Recommender Awards des Finanz-Marketing Verbands Österreich, der seit mehr als 10 Jahren die Zufriedenheit und Weiterempfehlungsbereitschaft der Kunden des österreichischen Finanzdienstleistungssektors anhand einer Befragung von 9.000 Bank-, Versicherungs- und Bausparkassenkunden misst. 2016 konnte sich die Erste Bank zum wiederholten Male in der Kategorie Banksektoren als alleiniger Gewinner durchsetzen und wurde mit dem Gütesiegel für „hervorragende Kundenorientierung“ prämiert. Die Steiermärkische Sparkasse, die Salzburger Sparkasse und die Sparkasse Oberösterreich wurden in der Kategorie Regionalbanken für „hervorragende Kundenorientierung“ ausgezeichnet. 

Optimale Einlagensicherung

Der Österreichische Sparkassenverband tritt für eine optimale Einlagensicherung zur Absicherung der Spareinlagen und eine Vereinheitlichung der nationalen Systeme ein. Durch den Sparkassen-Haftungsverbund werden im Interesse der Kundeninnen und Kunden sowie der öffentlichen Hand die Einlagen über das gesetzliches Mindestmaß von 100.000 Euro hinaus geschützt, womit es zu keiner Belastung des Staates kommen kann. Eine einheitliche Einlagensicherung, wie sie derzeit der ECOFIN, dem die Wirtschafts- und Finanzminister der EU-Mitgliedstaaten angehören, für alle EU-Mitgliedstaaten vorschlägt, führt aber zu einer Vergemeinschaftung von Risiken und setzt die österreichische Sparerinnen und Sparer einem absolut entbehrlichen Risiko aus.  Es wäre europapolitisch falsch, dass diese nationalen Sicherungsfonds künftig unter dem Kommando der EU auch für Spareinlagen in den Ländern mit niederem Sicherungsniveau und wenig leistungsfähigen Staatsfinanzen einstehen sollen. Eine Vereinheitlichung würde dadurch vor allem jene österreichischen Sparer besonders hart treffen, die ihre Einlagen bewusst bei Sparkassen oder Genossenschaftsbanken halten, da deren Guthaben durch die bestehenden Institutssicherungssysteme garantiert sind.

Der Sparkassenverband vertritt die Meinung,

  • dass die EU-Kommission auf die Besonderheiten der nationalen Bankenlandschaften und somit auf die Sparkassen Rücksicht nehmen sollte,
  • dass bei diesem Vorschlag des ECOFIN unverhältnismäßig viel zur Risikoteilung und viel zu wenig für Risikoreduzierung getan wird,
  • dass mögliche Rettungsprogramme für einzelne Institute in einem Mitgliedstaat vor Ort behoben und gelöst werden müssen und
  • dass der Vorschlag die bestehenden Institutssicherungssysteme aushöhlt, die im Kern die Insolvenz eines Mitgliedinstitutes abwenden und somit Einlagensicherungsfälle verhindern sollen. Diese Systeme funktionieren in Österreich im Falle der Sparkassen seit Jahrzehnten sehr gut und gibt allen Sparerinnen und Sparern Sicherheit geben. 
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