Die Sparkassen international

Die Mitglieder der europäischen Sparkassenvereinigung (ESBG), gegründet 1963 mit Sitz in Brüssel, sind Sparkassenverbände, Sparkassen und sparkassenähnliche regionale Retailbanken. Die ESBG hat 23 Mitglieder in 18 Ländern und vertritt die Interessen von 885 Kreditinstituten. 2020 betreuten die Mitgliedsinstitute der ESBG 150 Mio. KundInnen in 48.900 Filialen mit 656.000 MitarbeiterInnen. Die Bilanzsumme aller Mitglieder der ESBG betrug Anfang 2020 5.300 Mrd. EUR und sie stellten Unternehmenskredite in der Höhe von 1.000 Mrd. EUR zur Verfügung. 

National sind die Sparkassen von stark unterschiedlicher Bedeutung und weisen ebenso sehr verschiedene rechtliche Charakteristika auf. Sie haben aber gemeinsam, dass sie gemeinwohl- und kundenorientiert agieren sowie als wichtigste Zielgruppen mit privaten Haushalten, Klein- und Mittelbetrieben, Start-ups und Gemeinden zusammenarbeiten. In einigen Ländern wie Deutschland, Spanien, Norwegen oder Frankreich gibt es flächendeckende Netze von selbstständigen Sparkassen, in anderen Ländern ist nur ein, meist zweigstellenstarkes Institut Mitglied der ESV, wie die Česká spořitelna in der Tschechischen Republik, oder die Swedbank in Schweden. Die österreichische Sparkassengruppe inklusive der Erste Group Bank und ihren Tochterbanken in ihrem erweiterten zentral- und osteuropäischen Heimmarkt gehört mit einer Bilanzsumme von 277,38 Mrd. Euro (Stand 12/2020) zu den fünf größten Sparkassenorganisationen Europas.

Sparkassen und sparkassenähnliche Retailbanken gibt es aber nicht nur in Europa, sondern in 80 Staaten auf der ganzen Welt mit 6.000 Mitgliedsbanken und mehr als 200.000 Filialen. Dafür gibt es eine zweite Dachorganisation, das Weltinstitut der Sparkassen, das World Savings Banks Institute, das ebenfalls in Brüssel seinen Sitz hat.

Mehr Infos

www.wsbi-esbg.org